am 12. Juni 2022 sind Sie aufgerufen, unseren Bürgermeister neu zu wählen.
Viele können oder wollen sich nicht mehr daran erinnern, wie unser Dorf 1990 aussah. Geprägt von Industrie, geschunden vom Bergbau. Graue Fassaden und im Niederdorf viele Ruinen, dem Abriss preisgegeben. Ich erinnere mich noch genau daran, denn in diesem Jahr wurde ich zum ersten Mal Ihr Bürgermeister. Kurz zuvor war ich mit meiner Familie in das damalige Neubaugebiet gezogen, weil es dort gute Wohnungen gab.
Viel ist seitdem passiert. Mit der Einstellung des Tagebaus und dem Niedergang der Industrie gingen leider viele Jobs verloren. Doch diese Zeit war auch geprägt von einer Aufbruchstimmung. Das Ende des Industriedorfes war der Anfang des Erholungsortes Olbersdorf. Mit dem Olbersdorfer See bekamen wir einen Rohdiamanten, den wir zu einem Juwel geschliffen haben – dem beliebten Naherholungsgebiet und Austragungsort der O-SEE Challenge, die unseren Ort in der Welt bekannt gemacht hat.
Im Niederdorf zog wieder neues Leben ein und auch im Oberdorf ging es Schritt für Schritt voran. Ob das Erlebnisbad, das neue Altenpflegeheim, die neue Feuerwache oder zuletzt der Straßenlicht- und Fernwärmeausbau, die Erneuerung der Klassenräume in der Grundschule, die Bestellung eines neuen Löschfahrzeuges, der Teilrückbau und die Freizeitbereiche in der Grundbachsiedlung oder die Sanierung des Kinderhauses Spielkiste. Vieles wurde erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel.
Der Olbersdorfer See wartet im Bereich des Holzdecks auf eine Neugestaltung, der Umbau der Grundbachsiedlung soll fortgesetzt werden und im Oberdorf wollen wir die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Freizeit- und Erholungsgebietes in Gang setzen, in dessen Mittelpunkt das Erlebnisbad, das Sportzentrum und das Finnhüttenlager stehen.
Diesen, unseren Weg haben wir immer als eigenständige Gemeinde verfolgt. Nicht alles auf einmal, verantwortungsvoll, aber Schritt für Schritt und so soll das auch bleiben. Deshalb bitte ich Sie zur Bürgermeisterwahl in Olbersdorf am 12. Juni 2022 erneut um Ihre Stimme.
Mit Blick auf mein Alter, wird die Amtszeit, um die ich mich bewerbe, meine letzte sein. In dieser Zeit, immerhin 7 Jahre, möchte ich mithelfen, den Generationenwechsel zu schaffen und eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger aufzubauen, der bzw. dem wir unseren Ort in verantwortungsvolle Hände legen können.
Es grüßt Sie herzlichst Ihr

Andreas Förster